Einige Worte zum Autor

 

Mit Kälte hatte ich ursprünglich nicht viel am Hut. Im Vorfeld meiner Diplomarbeit im Fach Geologie an der TU Bergakademie Freiberg und mit Betreuung durch das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Forschungsstelle Potsdam, bestand für mich 1999 die einzigartige Chance, den Nordosten Sibiriens im Rahmen einer Forschungsexpedition zu besuchen. Natürlich habe ich zugegriffen, ein zweites Mal bekommt man so etwas ja nicht geboten. Dachte ich. Denn nach dieser ersten Polarexpedition folgte im Sommer darauf schon die zweite. Und nachdem ich mein Studium erfolgreich beendet hatte, konnte ich in Vorbereitung auf meine nun geplante Dissertation beim AWI Potsdam und mit Unterstützung eines Reisestipendiums (vom Freiberger Förderkreis für Geologie e.V.) an einem Wissenschaftler-Austausch mit einem Forschungs-Institut in Jakutsk, Zentralsibirien teilnehmen. Dieser Aufenthalt im Sommer 2001 in Jakutsk war für mich nun schon der dritte in Sibirien. Anscheinend war ich auf den Geschmack gekommen. Doch die neuen Erfahrungen in Zentralsibirien unterschieden sich deutlich von den bisherigen im hohen Norden, was mich dann auch zu diesem Buch verleitete. Seitdem sind noch drei weitere Expeditionen gefolgt, und ich habe mit Ausnahme von 2004 die letzten sechs Sommer in Sibirien verbracht. Außerdem hatte ich zwischendrin noch die Gelegenheit, auch einen kurzen Abstecher nach Spitzbergen und damit in die europäische Arktis zu machen. Und nun habe ich zu allem Übel noch in Alaska mein vorläufiges Domizil für die nächsten drei Jahre bezogen. Und all dass, obwohl ich doch ursprünglich nichts mit Kälte am Hut hatte. So weit ist es mit mir schon gekommen. Tch, tch...

Nun ja, weitere online-Interessen liegen zum Beispiel bei SETI, der Suche nach Extraterrestrischer Intelligenz (da es hier auf der Erde anscheinend nicht viel davon gibt), und bei der Berechnung von globalen Klimamodellen im Projekt CPDN climateprediction.net. Bei beiden Projekten hilft mein Rechner in seinen Ruhephasen dabei, mit einer sogenannten distributed computing software (BOINC) Datenpakete zu verarbeiten. Teilnehmen kann dabei übrigens jeder (der einen Rechner hat, natürlich). Im Ranking stehe ich zur Zeit so da:

 

 
 

 

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